Menu Content/Inhalt
Strom machen kann jeder! Teil II

Strom machen kann jeder! Teil II

Am vergangenen Donnerstag fand der Start der Klimaschutz-Initiative „Solargemeinde Ilvesheim" statt. Wir freuen uns sehr, dass die von uns angeregte Veranstaltung, Dr. Klaus Peitz hatte den Kontakt zwischen der Gemeinde und der Wirsol Solar AG hergestellt, bei der Bevölkerung solch großen Anklang fand. Das Feuerwehrgerätehaus war erfreulicherweise voll besetzt..

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Metz, wurden die Besucherinnen und Besucher vom Sprecher der Wirsol AG auf das gewaltige Energiepotenzial der Sonne hingewiesen: „Die Sonne strahlt in 20 Minuten mehr Energie auf die Erde, als die Menschheit in einem ganzen Jahr verbraucht. ... Sonnenenergie stinkt nicht, qualmt nicht, erzeugt kein Co2, braucht kein Endlager und es gibt sie umsonst!" www.wirsol.de

Jede Solaranlage sei ein Mosaikstein für eine saubere Zukunft, mit dem man sogar Geld verdienen könne. Wie das auch in Ilvesheim gehen kann, das zeigte ein Vertreter der Universität Karlsruhe (KIT). Jedes Haus in Ilvesheim wurde mit einem Laserscanner vermessen, die Ausrichtung und die Neigung des Daches vermerkt und auf Verschattung hin überprüft. Im Anschluss an die Veranstaltung konnte jede/r selbst nachsehen, ob und wie gut das Haus für Photovoltaik geeignet ist. Über die Finanzierung von Energiespar- und Modernisierungs-maßnahmen am Haus informierte eine Angestellte der Sparkasse, aber auch die Volksbank war mit Informationsmaterial vor Ort vertreten.

Der Höhepunkt des Abends war die Rede des bekannten Journalisten Franz Alt. Hier mit Bürgermeister Andreas Metz

Er plädierte leidenschaftlich dafür, anders zu denken und zu leben, nicht zu jammern, sondern selbst zu handeln. Es sei noch nie so leicht gewesen, das ökologisch Vernünftige zu tun. Die Mehrheit der Menschen in den reichen Ländern, so auch in Deutschland, wird auf Ökoenergien und bessere Energieeffizienz-Technologien umsteigen, schlicht weil sie Geld sparen will. Die Gesellschaften, die in den nächsten Jahrzehnten zu 100% auf Erneuerbare Energien umsteigen, werden morgen an der Spitze der Weltwirtschaft stehen. Es liegt an jedem und jeder von uns, sich für „sonnige" Aussichten zu entscheiden. Ein modernes Zukunftsmotto könnte heißen: Bürger zur Sonne, zur Freiheit! - so Franz Alt. „Die Sonne schickt uns keine Rechnung!"

Das Solarzeitalter bringt erstmals die Lösung der Energieprobleme für alle Zeit. Öl, Kohle, Gas und Uran gehen allesamt zu Ende. Innerhalb 200 Jahre haben wir fossile Rohstoffe verbrannt und verbraucht, woran die Natur einige Millionen Jahre gearbeitet hat. Sonne, Wind, Bioenergie, Meeresenergie (Gezeitenkraftwerke), Wasserkraftwerk und Erdwärme können noch fünf Milliarden Jahre genutzt werden.

Erneuerbare Energien sichern in Deutschland ca. 250 000 Arbeitsplätze und es werden immer mehr. Investitionen in den Klimaschutz rechnen sich auf Dauer. Ökologisches Handeln macht in vierfacher Hinsicht Sinn: Es ist gut für die Umwelt, gut für unseren Geldbeutel, gut für neue Arbeitsplätze und gut für zukünftige Generationen, denen wir unerträgliche Umweltbelastungen ersparen. Trotz vieler Probleme dennoch gute sonnige Aussichten für die Zukunft. Der Wind des Wandels geht weltweit. „Neue Ideen werden am Anfang belächelt, später bekämpft, und irgendwann sind sie selbstverständlich" (Schopenhauer). Franz Alt unterstrich seinen Vortrag mit vielen Bildern aus aller Welt. So kann z.B. eine indische Bäuerin mit einer Mini-Solaranlage kostenlos eine Solarlampe betreiben. Ob im Schwarzwald oder in China, es ist mittlerweile schon selbstverständlich Sonnenkollektoren auf dem Dach zu haben. Zum Abschluss riet er eindringlich: „Wir können und müssen die 100% solare Energiewende jetzt in die Hand nehmen!" Weitere Infos unter www.franzalt.de

Wie das für Ilvesheim aussehen kann/wird? - Wir werden am Ball bleiben.

Wollen Sie mit uns darüber diskutieren oder Ihre Ideen und Anregungen zu anderen Themen einbringen, dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Sie können außerdem über unsere Homepage mit uns Kontakt aufnehmen. Wir treffen uns regelmäßig 14tägig und freuen uns über neue Mitstreiter/innen.

Helga Zühl-Scheffer