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Alternativlos

Alternativlos

Haben Sie schon einmal überlegt, anders Urlaub zu machen? Mit dem Fahrrad statt mit dem Auto? Mehr in der Nähe, als in der Ferne? Könnten Sie sich vorstellen, dass die Bahn als Urlaubsvehikel in den nächsten ein, zwei Jahrzehnten eine Renaissance feiert, dass das Autoleihen an sich einen völlig anderen Stellenwert als heute erlangt? Zukunftsmusik? Vielleicht.

Alternativlos - damit wird die Nutzung des Autos immer wieder gerechtfertigt. Doch mit politischem Willen gepaart mit einigen Verhaltensänderungen kann eine neue Mobilität entstehen, die gesund ist und die Wende von der fossilen zur nachhaltigen Bewegung schafft.

Dabei wird es höchste Zeit, nach vorn zu schauen. Alternativen gibt es nämlich jetzt schon - zum Beispiel auf zwei Rädern, unterstützt durch einen Elektromotor. (Der Verbrauch eines Pedelecs beträgt umgerechnet in Benzin übrigens 0,2 L auf 100 km). Diese neue Fahrzeuggattung wird von überzeugten Ökos verdammt, weil das an sich saubere Fahrrad jetzt auch noch mit Technik und Ressourcenverbrauch beschmutzt wird. Dabei unterstützen zwei Studien die These, dass das Pedelec nicht in erster Linie das Fahrradfahren, sondern die Nutzung des Autos oder anderer motorisierten Verkehrsmittel ersetze.

Und die Regierungsseite verkennt das Potenzial des Pedelecs in der Förderorgie für E-Mobilität gänzlich. Richtige E-Mobilität braucht eben vier Räder.

Wer einmal mit elektrischem Rückenwind seinen Kinderanhänger den Hügel hochtransportiert oder nach zehn Kilometern Arbeitsweg ohne verpönte Schwitzflecken seinen Bürojob angetreten hat, der erkennt, was in dieser vergleichsweise bescheidenen Technik steckt: nichts weniger als ein weiterer revolutionärer Baustein für eine nachhaltige Mobilität der Zukunft. Jede Menge Alternative für positives Denken.

(Quelle: fairkehr2/2012)

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